Zu
Zeiten des Mittelalters diente Schmuck nicht nur als Ausdruck von
Wohlstand, sondern fand auch als Tausch- und Zahlungsmittel Anwendung.
So war es gang und gäbe, Gegenstände einzuschmelzen und mit einer neuen
Form zu versehen oder aus ihnen ein ganz neues Schmuckstück zu
fertigen. Ungleich vorangegangener Epochen stand nicht das Aussehen oder die Form im Vordergrund, sondern die Symbolik.
Eine Brosche galt als typisches Geschenk einer Verlobung,aber auch
Lebensbäume und keltische Knoten waren beliebte und weitverbreitete
Motive.
Gleichwohl der Form keinerlei Bedeutung zugemessen wurde, waren
besonders verschlungene arabische Muster und Formen in der Gesellschaft
vertreten.
Der Einfluss Frankreichs und im speziellen der Sonnenkönig prägten die Epoche und deren Kunstgegenstände. Die Symbolik der Schmuckstücke verlor jedwede Bedeutung. Prunkvoll und teuer avancierten zu den Hauptkriterien, nach denen Geschmeide ausgesucht und gewertet wurde. Den eigenen Wohlstand öffentlich zur Schau zu stellen bekam nach und nach immer weiterwachsende Bedeutung.
Gold wurde von Silber als beliebtestes Edelmetall verdrängt und wer es
sich leisten konnte, verzierte das silberne Schmuckstück mit Diamanten,
was besonders der Adel praktizierte.
Die überaus große Nachfrage gilt als Auslöser der Genehmigung für
Experimente an Diamanten, die Mitte und Ende des 17. Jahrhunderts den
Mazarin- und Rosenschliff entstehen ließen. Bezüglich der Muster waren florale Muster und Zusammensetzungen modern.
War es bisher ausschließlich hohen sozialen Klassen vorbehalten Schmuck
zu tragen, entstand im viktorianischen Zeitalter Schmuck für die breite
Masse. Edelsteine konnten erstmals synthetisch hergestellt werden, sodass der Preis drastisch sank. Ein regelrechter Schmuckboom war die Folge. Goldschmuck löste die protzigen Gebilde aus der Barockzeit ab. Beliebte Motive für Anhänger und Ohrringe entstammten der Tier- und Pflanzenwelt.
Ein hohes Maß an Aufmerksamkeit kam auch Haarschmuck in Form von
Diademen zu, die vor allem in dunklen Farben bei Damen Anklang fanden.
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